ESyS
ESyS Bremen – Evaluation des Modellprojekts „Systemische Schulbegleitung in Bremen“
Die Umsetzung inklusiver Bildung stellt Schulen vor die Herausforderung, allen Schüler*innen eine gleichberechtigte Teilhabe am schulischen Leben zu ermöglichen und gleichzeitig Lehrkräfte wirksam zu entlasten. Vor diesem Hintergrund wurde in Bremen zum Schuljahr 2022/23 das Modellprojekt „Systemische Schulbegleitung“ zunächst an drei städtischen Grundschulen eingeführt. Diese erste Pilotphase wurde im Rahmen einer Vorstudie von der Universität Bielefeld wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Zum Schuljahr 2023/24 wurde das Modell in einer zweiten Pilotphase auf insgesamt 15 Grundschulen ausgeweitet und erneut wissenschaftlich begleitet. Inzwischen nehmen insgesamt 40 Grundschulen an dem Modellprojekt teil.
Die zweite Pilotphase wird unter wissenschaftlicher Leitung am Institut für Bildungsforschung (Bergische Universität Wuppertal) in Kooperation mit dem Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung (WIB) begleitet und evaluiert. Im Rahmen der Evaluation ESyS Bremen werden die Umsetzung, Wirkung und Weiterentwicklung der Systemischen Schulbegleitung untersucht.
Systemische Schulbegleitungen sind als nicht-lehrendes pädagogisches Personal in die multiprofessionellen Teams der Schulen eingebunden. Anders als individuelle Schulassistenzen, die gezielt einzelne Schüler*innen unterstützen, stehen sie grundsätzlich allen Schüler*innen zur Verfügung und können innerhalb und außerhalb des Unterrichts flexibel dort eingesetzt werden, wo Unterstützungsbedarf besteht.
Im Rahmen der Evaluation werden sowohl pädagogische als auch bildungsökonomische Fragestellungen untersucht. Eine Teilstudie betrachtet die konkrete Umsetzung an den Schulen, die Aufgabenbereiche der Systemischen Schulbegleitungen, die Zusammenarbeit in den multiprofessionellen Teams sowie Gelingensbedingungen und Weiterentwicklungsbedarfe. Eine weitere Teilstudie untersucht die Entwicklung der Antrags-, Fall- und Kostenzahlen im Bereich der individuellen Schulassistenz und die Auswirkungen des Ausbaus des Pilotprojekts.
Die Forschungsergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse darüber, wie Systemische Schulbegleitung an Schulen umgesetzt und weiterentwickelt werden kann. Zugleich schaffen sie eine wissenschaftliche Grundlage für den bedarfsgerechten Einsatz vorhandener Ressourcen und die Weiterentwicklung inklusiver Unterstützungsstrukturen.
Projektleitung
Prof. Dr. Janka Goldan (Bergische Universität Wuppertal)
Mitarbeiter*innen
Andrea Ilina-Georgescu (Bergische Universität Wuppertal)
Jana Lekon
Kooperationspartner
Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung (WIB)
Projektlaufzeit
12/2023-12/25 (verlängert bis 30.06.2026)